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Haus der Heimat, Wien

Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft in Österreich (DAG)

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Termine

Terminübersicht

           „Not und Brot“
Ein Roman über die Geschichte der Donauschwaben vom Ursprung bis zur Vertreibung und Sesshaftmachung in der neuen Heimat


Pressedienst der Donauschwäbischen Arbeitsgemeinschaft (DAG)

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Rückfragehinweis: VLÖ, Haus der Heimat, Ing. Norbert Kapeller, Steingasse 25, A-1030 Wien
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Pressedienst des Verbands der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ)
PA2014-04, 10.03.2014


VLÖ: Frist für Restitutionsanträge anspruchsberechtigter Donauschwaben in Serbien ist abgelaufen – VLÖ zieht Bilanz


„Am Montag, den 3. März 2014, ist die Frist zur Einbringung eines Restitutionsantrages für alle anspruchsberechtigten Donauschwaben in Serbien abgelaufen“, berichtet DI Rudolf Reimann, der Vorsitzende des Verbands der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ).


Medienberichten zufolge, dass vergleichsweise „nur“ 321 Österreicher mit donauschwäbischen Wurzeln ihre Rechtsansprüche im Zuge der gegenständlichen serbischen Restitutionsgesetzgebung geltend gemacht haben, kommentiert Reimann wie folgt: „Trotz größten Bemühungen seitens des VLÖ und der Donauschwäbischen Arbeitsgemeinschaft (DAG) - im Sinne von wiederholten Pressemitteilungen und Informationsveranstaltungen im Haus der Heimat – konnten im Prinzip nur die eigenen Vereinsmitglieder hinsichtlich einer Antragsstellung ausreichend sensibilisiert werden, wobei in Folge knapp 1000 Anträge an die serbischen Vertrauensanwälte übermittelt wurden. Dass dann wieder knapp zwei Drittel aller Antragssteller ihre Anträge zurückgezogen haben, ist dann wohl auch besonders im Zusammenhang mit der doch sehr komplizierten serbischen Gesetzeslage und facettenreichen Antragsabwicklung begründbar. Da braucht man als Antragssteller einen langen Atem“, erklärt Reimann.


„Der VLÖ und die DAG haben knapp zwei Jahre lang intensiv die Werbetrommel bei den Donauschwaben gerührt und sie motiviert, einen Antrag einzubringen, wobei zum Beispiel auch alle wichtigen Materialien zur Antragsstellung im Internet zur Verfügung gestellt wurden“, betont Reimann, der allerdings sehr bedauert, dass dieses sensible Thema weder von der breiten Medienlandschaft noch von staatlichen Stellen aktiv und beherzt aufgegriffen worden ist.


„Somit konnte eine breit gefächerte Information der potentiell Antragsberechtigten leider nicht gewährleistet werden – deshalb hat die nachgeborene Generation oftmals viel zu spät oder eben gar nicht von den möglichen Restitutionsansprüchen erfahren“, gibt Reimann zu bedenken.


„In den vergangenen Wochen erhielten der VLÖ und die DAG dann aber doch täglich oft mehrmals Anfragen von donauschwäbischen Erbberechtigten, die ihr Interesse an einer Antragsstellung bekundet haben“, ergänzt VLÖ-Generalsekretär Ing. Norbert Kapeller. „An eine fristgerechte Abarbeitung der Anträge durch die serbischen Kanzleien war dann aufgrund des bereits bestehenden und oftmals sehr vielschichtigen Antragsvolumens nicht mehr zu denken“, führt Kapeller zudem an.


„Weiters ist es sicherlich auch ein Indiz und ein Zeichen dafür, dass es den Heimatvertriebenen oftmals auch nur um die reine Symbolik geht. Serbien hat begangenes Unrecht eingestanden und Aussicht auf Wiedergutmachung gegeben – somit ist für viele das Thema erledigt gewesen, die es in ihrer neuen Heimat Österreich zu Wohlstand gebracht haben, die Nachgeborenengeneration hat diesen Wohlstand gesichert und alle sind zu vergleichsweise zufriedenen Österreichern geworden“, so Reimann und Kapeller.


„Dies lässt aber auch den Schluss zu, dass die Furcht der Tschechen und der Slowaken vor einer drohenden ´Re-Germanisierung´ durch ähnliche Restitutionsverfahren absurd und grundlos ist und es deshalb höchst an der Zeit wäre, dass diese beiden Staaten dem Beispiel Serbiens folgen“, so Reimann abschließend.