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Haus der Heimat, Wien

Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft in Österreich (DAG)

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Termine

Terminübersicht

           „Not und Brot“
Ein Roman über die Geschichte der Donauschwaben vom Ursprung bis zur Vertreibung und Sesshaftmachung in der neuen Heimat


Der Anfang nochmals im Überblick

Will man sich noch einmal einen kurzen Überblick zur Situation der Heimatvertriebenen in Österreich in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg machen, genügt ein Blick in den Flüchtlingsbericht, den Innenminister Franz Olah dem österreichischen Nationalrat 1964 präsentierte. Er enthält in aller Knappheit die wichtigsten Zahlen zum Thema und unterstreicht nochmals die Aufgaben der internationalen Flüchtlingsorganisationen:


Im Jahre 1945 standen einer österreichischen Bevölkerung von rund 6 Millionen 1,650.000 (27,5%) Flüchtlinge, Heimatvertriebene, Umsiedler und „displaced persons“ gegenüber, d.h. Auf 10 Einheimische kamen damals fast 3 Ausländer. Von den 1,650.000 Ausländern waren rund 1 Million Fremdsprachige und 650.000 Deutschsprachige. Die fremdsprachigen „displaced persons“ und die ehemaligen Kriegsgefangenen kamen zunächst nur für eine Repatriierung in Betracht. Die Repatriierung oblag folgenden Organisationen: bis 30. Juni 1947 – der UNRRA (United Nations Relief and Rehabilitation Administration), ab 1. Juli 1947 – der IRO (International Refugee Organisation). Durch die UNRRA wurden rund 900.000 fremdsprachige Personen repatriiert. Der IRO beschäftigte sich mit den rund 120.000 „displaced persons“, die eine Rückkehr in ihre Heimat aus politischen Gründen ablehnten. Da immer wieder neue fremdsprachige Flüchtlinge einströmten, wuchs diese Gruppe auf etwa 200.000 bis 250.000 Personen an. In der IRO-Zeit (1.7.1947 – 31.1.1952) wurden 147.000 fremdsprachige Flüchtlinge aus Österreich zur Auswanderung gebracht. In ganz Österreich bestanden damals mehr als 300 IRO-Flüchtlingslager. Im April 1945 befanden sich etwa 300.000 Volksdeutsche in Österreich. Nach einem Beschluss der Alliierten Besatzungsmächte sollten hiervon 150.000 Volksdeutsche nach Westdeutschland repatriiert werden. In der Zeit vom Herbst 1945 bis Ende 1947 kamen weitere 200.000 Volksdeutsche nach Österreich. Anfang 1948 betrug die Anzahl der Volksdeutschen in Österreich 340.000 Personen. Durch Einbürgerung sank diese Zahl bis etwa Ende des Jahres 1950 auf 266.000 Personen ab.20


20 Adalbert K. Gauß - Bruno Oberläuter, Das zweite Dach. Eine Zwischenbilanz über Barackennot und Siedlerwillen 1945-1965. in: Donauschwäbische Beiträge Bd. 72, Salzburg 1979, S. 10-17.





Weiterführende Links:


Vernichtung und Völkermord

Arbeits- und Vernichtungslager

Was tun mit den Flüchtlingen?

Lösung: Repatriierung

UNRRA und IRO

Einbürgerung: Ja oder Nein?

Und man brauchte sie doch

Zentralberatungs-stelle der Volksdeutschen

Der Anfang nochmals im Überblick


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